Dem Trio werden drei Bombenanschläge und eine ganze Reihe von Bomben-Attrappenfunde zur Last gelegt. Genauso wie bei den anderen ihnen zugeschriebenen Anschlägen (Ceska-Mordserie etc.) existieren auch hier keine “harten” Beweise, die eine klare Verurteilung rechtfertigen könnten. Genau wie bei den anderen Anschlägen wimmelt es jedoch auch im NSU-Bomben-Komplex von behördlichen Falschbehauptungen, (vorgespielter?) Inkompetenz, Zufallsketten und Sorglosigkeit. Können “Pannen” die mangelnden Beweise gegen das Trio begründen oder dienen die Drei als Sündenböcke, um von den wirklichen Hintermännern abzulenken?
Zu den einzelnen Anklagepunkten, chronologisch sortiert.
1) 13. April 1996 – Puppentorso mit gelbem Judenstern
Der damalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Ignaz Bubis, hielt sich “an dem Wochenende zum 12. April 1996″ (PUA, S. 81) in Weimar auf. Herr Böhnhardt hätte einen Puppentorso mit Judenstern an einer über die Bundesautobahn 4 führenden Brücke bei Jena aufgehängt und daran zusätzlich zwei Bombenattrappen befestigt. Die Brückenzufahrten waren abgesperrt mit dem Hinweis „Vorsicht Bombe“. Der Torso…
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