von Thorben Hoffmeister (cafeliberte)
In der heutigen Zeit würde ich einem Pessimisten, einem Choleriker oder jemanden mit einem schwachen Herz nicht den Griff zur Zeitung empfehlen. Viel zu viele besorgniserregende Nachrichten erreichen uns jeden Tag. Hungersnöte in Afrika, Umweltkatastrophen in Asien, Drogenkriege in Süd- und Zentralamerika und Gewaltausschreitungen in Osteuropa.
Aber wir haben das Glück und leben in Westeuropa. Wir haben Filmfestspiele, ein Royal Baby und Hurra-Fußball vom FC Bayern. Dadurch muss man im innenpolitischen Teil der Zeitung schon ein bisschen genauer hinsehen, um die täglichen Schreckensmeldungen zu entdecken.
Unser Interesse wird dabei vor allem von Skandalen geweckt, bei denen wir im Laufe des Jahres von einem zum nächsten hetzten. Durch die Maße der Skandale rutschen die lebenserleichternden Maßnahmen und Entscheidungen aus Brüssel meist in den Hintergrund und werden nur noch von den wenigsten Menschen in Westeuropa wahrgenommen. Dabei verdienen alle Entscheidungen in der Öffentlichkeit eine Würdigung, denn…
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