Brüssel. In Brüssel geht die Angst um, daß im Zuge weiterer Grenzschließungen mit dem „Schengen-Europa“ auch der Euro zu Grabe getragen werden könnte. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker wurde dazu am Freitag von Medien mit den Worten zitiert: „Ohne Schengen, ohne die Freizügigkeit der Arbeitnehmer, ohne Reisefreiheit, von der alle Europäer profitieren können, macht der Euro keinen Sinn.“ Und: „Wer Schengen killt, wird im Endeffekt den Binnenmarkt zu Grabe getragen haben.“
Im Zuge der Flüchtlingskrise sind mehrere EU-Staaten wieder zu Grenzkontrollen zurückgekehrt, die im Schengen-Raum nur in Ausnahmefällen und für kurze Zeit vorgesehen sind. Auch Merkel hatte Anfang der Woche einen Zusammenhang hergestellt der Freizügigkeit der Bewegung und dem Funktionieren des gemeinsamen Währungsraums hergestellt. Juncker appellierte erneut eindringlich an mehrere Ost- und südosteuropäische Länder, sich an ihre eigegangenen Verpflichtungen bei der Verteilung von Flüchtlingen zu halten. Allerdings wurden bislang laut EU-Kommission nur 272 Personen verteilt.
Quelle: zuerst.de
