„Die Geschichte ist keine Religion. Der Historiker akzeptiert kein Dogma, respektiert kein Verbot, kennt keine Tabus. Er kann stören. Die Geschichte ist nicht Moral. Es ist nicht die Rolle des Historikers, zu preisen und zu verdammen; er erklärt. Die Geschichte ist nicht die Sklavin der Aktualität. Der Historiker drückt der Vergangenheit nicht die ideologische Schemata der Gegenwart auf und bringt in die Ereignisse von einst nicht die Sensibilität von heute. Die Geschichte ist kein Rechtsgegenstand. In einem freien Staat ist es weder die Sache des Parlamentes noch der Justiz, geschichtliche Wahrheit zu definieren.“
(Manifest „Freiheit für die Geschichte“, von 15 französischen Historikern, Dezember 2005, in: Franz W. Seidler, „Das Recht in Siegerhand“)
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